Nachweis der Masernvirus RNA mittels PCR

Masernsituation in der Schweiz

  • Masern ist in Europa im Vormarsch. Jeder klinischer Verdacht auf Masern muss unverzüglich abgeklärt werden.
  • Im April 2013 hat das BAG Richtlinien zur Bekämpfung von Masern in der Schweiz veröffentlicht.

Empfehlung BAG

  • Gemäss Richtlinie des BAG ist die PCR die bevorzugte Methode zum Nachweis der Masern-RNA im Rachenabstrich oder in der Mundflüssigkeit in den ersten 4 Tagen nach Beginn des Exanthems.

Klinisches Bild

  • Masern ist eine hochansteckende Virus-Infektion mit hoher Morbidität.
  • Die Übertragung erfolgt durch Tröpfchen.
  • Ein makulopapulöses Exanthem, Husten, Rhinitis und Konjunktivitis gehören zu den üblichen klinischen Manifestationen.
  • Lungenentzündung, Enzephalitis und subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE) gehören zu den möglichen Komplikationen, speziell bei Kleinkindern und schwangeren Frauen.
  • Nach der Ansteckung dauert es 2 bis 3 Wochen bis zum Beginn des Exanthems.
  • Die Infektiosität beginnt zirka 4 Tage vor dem Auftreten des Exanthems und dauert etwa 8 Tage. Während dieser Zeit kann das Virus mittels PCR im Rachenabstrich und Speichel nachgewiesen werden.

Eindämmung

  • Zur Eindämmung der Ausbreitung ist die sichere Diagnose besonders bei Kindern sehr wichtig. Diese können ggf. rechtzeitig aus Schulklassen isoliert werden.

Labordiagnostik

  • Der Nachweis der Masern-RNA mittels PCR gilt als Methode der Wahl.
  • Probenentnahme bis ca. 4 Tagen nach Beginn des Masernexanthems.

Material

  • Rachenabstrich, Speichel (besonders komfortabel bei Kindern, da keine Blutentnahme notwendig).
  • e-swab Entnahme/Transportmedium